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eine Arbeit basiert auf einer Geste-Malerei, die nicht
geometrisch ist, sondern lyrische Emotionen ausdrückt. Ich arbeite immer
mit Musik. Das Hören von Musik erzeugt einen emotionalen Zustand, der
förderlich für die Kreativität ist. Ich lege großen Wert auf Musikstücke
jeglicher religiöser Inspiration. Tatsächlich erzeugen sie oft
Kompositionen von großer emotionaler Kraft und sogar Transzendenz. Aus
Neugierde habe ich immer ein lebhaftes Interesse an den Ansätzen von
Komponisten, die nicht speziell religiös sind, aber deren metaphysische
Reflexion ihr Werk transzendiert. Dies hat bei mir jedoch keine
besondere religiöse Anziehungskraft entwickelt, und ich suche in
religiöser Musik nicht nach Befriedigung irgendeines Glaubens. Aus
diesen persönlichen Anliegen sind die meisten meiner jüngsten Werke
entstanden. Als Hintergrundmusik verwende ich auch Komponisten des 20.
und 21. Jahrhunderts, die ich als pantheistischer empfinde als andere
oder bei denen ich einen "naturalistischen" Einfluss spüre. Der erste
Schritt der Schöpfung ist eine Verschmutzung, ein kindlicher Zustand, in
dem die weiße Leinwand mit einem Schwung bemalt wird. Dadurch wird die
etablierte Ordnung, die von dieser weißen, perfekten und fragenden
Leinwand repräsentiert wird, auf einen Schlag zerstört, und sie erinnert
an die Realität, die der Künstler aussetzen und vernichten möchte.
Nachdem diese Verschmutzung als Akt der Zerstörung vollbracht ist, folgt
der nächste Schritt, der Aufbau. Die Bemalung muss nun entwickelt,
organisiert, verschönert und veredelt werden. Ich erschaffe dann die
Welt neu, seine Welt, in vollkommener Gelassenheit. Es sollte jedoch
bedacht werden, dass das Malen auch in der Geste, die von der
musikalischen Atmosphäre getragen wird, spielerisch bleibt.